Hoodies statt Plakate: Design als Ansage für veganen Aktivismus

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Kategorie: 
Social Design

Studiengänge
Alle Studiengänge (Bachelor und Master) im Fachbereich

Leitung
Daniel Meier, Prof. Dr. Andreas Lanig

Am 26. März 2025 präsentierten Studierende aus den Studiengängen Kommunikationsdesign und dem Master Design & Leadership ihre kreativen Entwürfe im Rahmen eines eindrucksvollen Design-Pitches für den ANTI EAT MEAT CLUB.

Ein Abend voller Energie und Ideen 

Insgesamt 18 Präsentationen von mehr als 35 Studierenden begeisterten im 5-Minuten-Takt den ganzen Call. „Wir waren überwältigt von dem Feuerwerk an Ideen – für uns als Team und Community war es das erste Mal, alle Beiträge in dieser Intensität zu erleben“, beschreibt Professor Dr. Andreas Lanig den Abend.

Der ANTI EAT MEAT CLUB, ein veganes Textillabel, versteht Mode explizit als Plattform für gesellschaftlichen Wandel. Lena Zielke, Geschäftsführerin des Labels, betont: 

Wir machen mit unserer Unisex-Kleidung auf die Vielfalt der Geschlechter aufmerksam, aber in den Designs behandeln wir das Kernthema Veganismus.

Ihr Mitgeschäftsführer Steffen Krummel ergänzt: 

Unsere Kleidung ist nicht nur Mode, sondern ein Statement für Diversität, Tierrechte und reflektierten Konsum.

Genau diese Haltung macht das Label zu einem idealen Partner für den Studienbereich Design & Medien, der in seiner Lehre explizit auf das Konzept des Social Designs setzt. Daniel Meier beschreibt dies als zentrales Element der Studienausrichtung: „Social Design bedeutet für uns, Gestaltung nicht nur ästhetisch zu verstehen, sondern gesellschaftlich wirksam einzusetzen. Im Studium ermutigen wir die Studierenden, durch ihre kreativen Prozesse aktiv Verantwortung für Mensch, Natur und unseren Planeten zu übernehmen.“

Design und Ethik

Die Studierenden beschrieben, wie sehr sie von dem ethischen Ansatz des Projekts motiviert wurden. Nadia erklärte ihre Begeisterung so: „Gerade Tierrechte sind mein Thema Nummer eins. Es war unglaublich motivierend, an einem Projekt teilzunehmen, das genau meinen persönlichen Werten entspricht.“ Sarah ergänzte: „Wir hatten sehr viel Spaß, uns tiefgehend mit dem Thema zu befassen. Wir fanden es fast schade, dass das Projekt schon vorbei ist, weil es so inspirierend und bereichernd war.“ Marina betonte ebenfalls die inspirierende Wirkung: „Ich habe mich intensiv mit dem Thema beschäftigt und viele Ideen entwickelt. Es war eine großartige Gelegenheit, meine Kreativität für einen wichtigen Zweck einzusetzen.“

Drei Beiträge spiegelten besonders eindrücklich die kreative Vielfalt und die sozialkritische Dimension des Abends:

Eine junge Frau trägt einen schwarzen Hoodie mit einem kreativen, bienenartigen Flügelmotiv auf Ärmeln und Rücken auf gelbem Hintergrund. Der Slogan „Spread your wings & hive“ betont die Bedeutung von Bienen und ihrer Rolle im Ökosystem.
„Spread your Wings & Hive" – Vanessa, Lara und Anne verbinden Design und Bildung für mehr Bewusstsein für die unverzichtbare Rolle der Bienen in unserem Ökosystem. Ihr Entwurf macht eine klare Ansage für Nachhaltigkeit und Artenvielfalt: „Unsere Designs sind mehr als Mode – sie erzählen eine Geschichte über Verantwortung und Schutz unseres Planeten.„

Vanessa, Lara und Anne präsentierten einen Beitrag, der die Verbindung von Mode und Nachhaltigkeit verdeutlicht: „Unsere Designs sind mehr als Mode. Sie sind ein Statement. Sie verbinden Ästhetik und Funktionalität mit einer klaren Botschaft für Nachhaltigkeit und Artenvielfalt. Design und Education gehen bei uns Hand in Hand.“

Eine gezeichnete Illustration, die verschiedene Meereslebewesen wie Wale, Delfine, Schildkröten und eine Meerjungfrau liebevoll miteinander verbunden zeigt. Die Botschaft lautet „See Friends Not Food“.
See Friends, Not Food" – Cindy, Cecilia und Maria zeigen mit ihrem Entwurf, dass Tiere für sie weit mehr sind als Nahrungsmittel. Sie setzen sich kritisch und leidenschaftlich für die Achtung aller Lebewesen ein und machen Tiere sichtbar, die oft vergessen, aber gegessen werden: Wir wollten zeigen, dass auch Tiere, die uns fern sind, Respekt und Schutz verdienen.

Cindy, Caecilia und Maria überzeugten mit ihrer emotionalen Präsentation und beschrieben ihre Motivation mit einer prägnanten Formulierung: „Dieses Projekt war ein Herzensthema für uns, das wir neben den anderen Aufgaben im Studium voller Begeisterung bearbeitet haben.“

Ein weißer Hoodie zeigt ein abstraktes, korallenartiges Design in kräftigen Orange- und Rosatönen, begleitet vom humorvollen Text „You think I'm getting gray?“. Das Design macht auf die Problematik der Korallenbleiche aufmerksam.
You think I’m getting grey?" – Mit Humor und visuellem Feingefühl lenken André und Laura die Aufmerksamkeit auf die ernste Problematik der Korallenbleiche. Laute Farben und verspielten Designs zeigen, wie Design genutzt werden kann, um Umweltthemen zugänglich und verständlich zu machen: ‚Unser Ziel war es, die dramatische Veränderung der Korallen spielerisch darzustellen und dabei trotzdem zum Nachdenken anzuregen.‘

André und Laura aus dem zweiten Semester beeindruckten mit ihrem frischen Blick auf das Thema: „Wir wollten ein Motiv gestalten, das direkt zum Nachdenken anregt. Unser Ziel war es, Design als aktive Botschaft einzusetzen und nicht nur als dekoratives Element.“

Die Resonanz der Studierenden und Kund:innen war eindeutig: Design hat die Kraft, gesellschaftlichen Wandel aktiv mitzugestalten. Nadia, eine Teilnehmerin, fasste die Stimmung des Abends zusammen: „Ich fand es super cool, an so einem Pitch teilnehmen zu können.“ Geschäftsführer Steffen Krummel bestätigte dies im abschließenden Feedback mit den Worten: „Jede und jeder ist ein Gewinner, weil allein schon die Auseinandersetzung mit diesen wichtigen Themen ein Gewinn ist.“

 

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