FAIRBINDEN – Eine Idee aus persönlicher Erfahrung

Designkonzepte für Bildungsgerechtigkeit 

Thema: 
Start-up- / Markteintrittskampagne

Studiengang
Alle Studiengänge aus Design & Medien

Dozentin
Prof. Dr. Andreas Lanig

Der Ausgangspunkt von FAIRBINDEN.de war kein theoretisches Konstrukt, sondern eine reale Erfahrung: André Engel erlebte, wie schwer es für Bildungsinitiativen ist, passende Fördernde zu finden – und wie umgekehrt engagierte Unterstützer:innen an fehlender Übersicht, Struktur und Vertrauen scheitern.

Aus diesem persönlichen Impuls entstand die Vision einer Plattform, die Bildungsprojekte und Fördernde fair, transparent und wirksam miteinander verbindet. Diese Idee wurde im Studienbereich Design & Medien der DIPLOMA Hochschule zum Ausgangspunkt eines Social-Design-Projekts mit realem gesellschaftlichem Anspruch.

Ziel war es, keine fiktive Marke zu entwerfen, sondern eine bestehende Initiative gestalterisch weiterzudenken – mit echten Zielgruppen, realen Anforderungen und messbarer Wirkung.
 

Social Design als didaktisches Prinzip

Im Studienbereich Design & Medien ist Social Design bewusst mehr als eine formale Gestaltungsaufgabe. Gestaltung wird als reflektierter Eingriff in soziale, kommunikative und systemische Zusammenhänge verstanden.

Die Studierenden:

  • analysierten Zielgruppen und Interessenlagen,
  • entwickelten Positionierungen und visuelle Systeme,
  • überprüften ihre Entwürfe kontinuierlich auf Angemessenheit, Verständlichkeit und Umsetzbarkeit.

Projektleiter und Studiendekan Prof. Dr. Andreas Lanig brachte diesen Anspruch bei den Abschlusspräsentationen auf den Punkt:
„Kommunikationsdesign ist immer auch Beratung. Es geht nicht darum, möglichst laut zu sein, sondern darum, zu verstehen, was in einem bestimmten Kontext hilfreich ist – und warum.“

Diese Haltung prägte das gesamte Projekt zu FAIRBINDEN.de.
 

Drei Perspektiven auf eine gemeinsame Aufgabe

Die Abschlusspräsentationen am 2. Februar zeigten, wie unterschiedlich Social Design auf ein gemeinsames Ziel reagieren kann – und wie wertvoll diese Vielfalt ist.

Orientierung schaffen

Ein zentrales Thema war die Frage, wie komplexe Zusammenhänge verständlich dargestellt werden können. Charly entwickelte ein visuelles Wirkmodell, das FAIRBINDEN.de als vermittelnde Instanz sichtbar macht. Ressourcen, Bedarfe, Akteur:innen und Wirkung werden grafisch miteinander verknüpft.
„Es geht darum, Projekte zu ermöglichen, Wirkung sichtbar zu machen und daraus ein tragfähiges Netzwerk entstehen zu lassen“, beschreibt Charly den Ansatz.

Social Design Projekt von Studentin Charly
Wirkung sichtbar machen: Charlys visuelle Systematik zeigt, wie FAIRBINDEN.de als vermittelnde Plattform Ressourcen, Bedarfe und Akteur:innen miteinander verknüpft. Gestaltung wird hier zum Werkzeug der Orientierung.

Vertrauen gestalten

Kinga und Alex setzten bei einer Kernherausforderung an: Die Plattform richtet sich an sehr unterschiedliche Zielgruppen – von Stiftungen und Unternehmen bis hin zu sozialen Bildungsprojekten. Ihr Entwurf zeigt, dass Vertrauen nicht allein durch Funktionen entsteht, sondern maßgeblich durch Wahrnehmung und Tonalität.
„Unsere Aufgabe war es, eine Gestaltung zu entwickeln, die zugleich menschlich und professionell wirkt – und damit beiden Seiten gerecht wird.“

Social Design Projekt von Alex und Kinga
Vertrauen gestalten: Kinga und Alex entwickelten ein visuelles Erscheinungsbild, das die Idee von FAIRBINDEN.de in ein konsistentes Branding übersetzt. Logo, Farbkonzept und Printanwendungen verbinden Professionalität und Zugänglichkeit.

Vernetzung erzählen

Einen erzählerischen Zugang wählte Jenny. Sie übersetzte die Idee der Vernetzung in eine klare visuelle Metapher und formulierte daraus den Claim:
„Wir verbinden, wir handeln, wir bewegen.“
Der Dreiklang bringt das Selbstverständnis von FAIRBINDEN.de prägnant auf den Punkt und macht die Idee emotional zugänglich.

Social Design Projekt von Studentin Jennifer
Kommunikation zum Anfassen: Jennifers Printkonzept übersetzt die Plattformidee in klare, hochwertige Informationsmaterialien. Durch Typografie, Struktur und Haptik wird FAIRBINDEN.de als seriöser und engagierter Akteur im Bildungsbereich erlebbar.


Gestaltung als Teil von Bildung

Für André Engel war das Projekt weit mehr als eine gestalterische Übung. Durch die unterschiedlichen Perspektiven der Studierenden wurde die Vision von FAIRBINDEN.de nicht nur visualisiert, sondern weiterentwickelt und kommunizierbar gemacht.

Das Projekt steht exemplarisch für das Selbstverständnis des Studienbereichs Design & Medien an der DIPLOMA Hochschule:
Gestaltung wird als Teil von Bildung verstanden – als Mittel, gesellschaftliche Prozesse zu reflektieren, zu strukturieren und nachhaltig weiterzuentwickeln.
 

Weiterdenken, weitergestalten

FAIRBINDEN.de ist fest in die Lehre der design- und medienbezogenen Studiengänge eingebettet. Das Projekt zeigt, wie praxisnahe Lehre, gesellschaftliche Verantwortung und gestalterische Qualität zusammenwirken können – und wie Social Design konkrete Wirkung entfaltet“.

 

 Mehr Social Design-Projekte

Weitere Projekte aus dem Studienbereich Design & Medien