Aus den Studienbereichen

Designing pib: Wie Studierende die Zukunft humanoider Robotik mitgestalten

München, 15. Juli 2026

Was passiert, wenn Design auf Künstliche Intelligenz und humanoide Robotik trifft? Mit dieser Frage beschäftigen sich Studierende des Bachelorstudiengangs Prozess- und Produktdesign an der DIPLOMA Hochschule.

Ihre Arbeiten fanden inzwischen weit über die Hochschule hinaus Beachtung – bei der Munich Creative Business Week im Deutschen Museum, den Tech Days München und im Podcast von Bayern Innovativ.

Im Mittelpunkt steht eine zentrale Zukunftsfrage: Wie gestalten wir die Beziehung zwischen Mensch und Maschine?


Was ist pib?

pib ist ein humanoider Roboter, der in seiner Form und Interaktion an den menschlichen Körper angelehnt ist. In Kooperation mit der isento GmbH untersuchten Studierende der DIPLOMA Hochschule, wie seine Gestaltung die Begegnung zwischen Menschen und Robotern beeinflussen kann.

Dabei ging es nicht nur um das äußere Erscheinungsbild. Die Studierenden beschäftigten sich auch mit Kommunikation, Bewegung, möglichen Einsatzbereichen sowie der Frage, wie Vertrauen und Akzeptanz entstehen.


Wenn aus einem Studienprojekt ein Zukunftsthema wird

Humanoide Robotik und sogenannte Physical AI entwickeln sich schnell. Gleichzeitig wachsen die gestalterischen und gesellschaftlichen Fragen:

Wie menschlich sollte ein Roboter wirken? Wie kommuniziert er mit uns? Wie nah darf er uns kommen? Und welche Erwartungen entstehen durch seine Form und seine Bewegungen?

Die Studierenden entwickelten unterschiedliche Designansätze und mögliche Anwendungsszenarien. So entstanden Arbeiten, die Produktdesign, Technologie, Künstliche Intelligenz und Zukunftsdenken miteinander verbinden.


Designing pib – die Suche nach dem perfekten Du

Unter dem Titel „Designing pib – Die Suche nach dem perfekten Du“ wurden die Ergebnisse des Projekts einer breiteren Öffentlichkeit vorgestellt.

Die zentrale These: Die Aufgabe von Design liegt nicht allein darin, einem Roboter eine äußere Form zu geben. Design gestaltet zunehmend auch die Beziehung zwischen Mensch und Maschine.

Dabei spielen Fragen nach Nähe, Vertrauen und dem sogenannten Uncanny Valley eine wichtige Rolle. Gemeint ist der Effekt, dass sehr menschenähnliche Maschinen bei Betrachterinnen und Betrachtern auch Irritation oder Unbehagen auslösen können.


Präsentation bei der MCBW im Deutschen Museum

Am 8. Mai 2026 stellte Prof. Daniel Nusser, Studiengangsleiter des Bachelorstudiengangs Prozess- und Produktdesign, das Projekt bei der Munich Creative Business Week (MCBW) vor.

Beim Meet-up „CreativeTech for Impact“ von Bayern Innovativ und dem CreativeTechHUB präsentierte er im Deutschen Museum Arbeiten und Denkansätze der Studierenden.

Im Mittelpunkt stand die Frage, wie Design zum strategischen Hebel für Orientierung, Nutzerakzeptanz und Vertrauen in humanoide Robotik werden kann.

Eine anschließende Paneldiskussion brachte Perspektiven aus Design, Technologie und Robotik zusammen.


Designing pib bei den Tech Days München

Am 15. Juli 2026 wurde das Projekt bei den Tech Days München vorgestellt. Im Rahmen der Vortragsreihe „Robotics & Creative Tech“ präsentierte Prof. Daniel Nusser den Beitrag „Designing pib – Searching for the perfect ‘You’“.

Auch dort zeigte sich großes Interesse an den Fragen des Projekts: Welche Rolle übernimmt Design, wenn Künstliche Intelligenz physisch wird? Wie müssen humanoide Roboter gestaltet sein, damit Menschen ihnen vertrauen? Und wie verändert sich dadurch das Berufsbild zukünftiger Designerinnen und Designer?


Wie Design Vertrauen schaffen kann

Auch im Podcast von Bayern Innovativ stand die Akzeptanz humanoider Roboter im Mittelpunkt. Denn Vertrauen entsteht nicht allein durch technologische Leistungsfähigkeit.

Entscheidend ist auch, wie ein Roboter aussieht, wie er sich bewegt, kommuniziert und Menschen begegnet. Erfahrungen aus dem Hochschulprojekt und der Zusammenarbeit rund um pib flossen direkt in das Gespräch ein.
 

Jetzt den Podcast anhören
 

Wenn studentische Arbeiten die Hochschule verlassen

Die Präsentationen bei der MCBW, den Tech Days München und im Podcast zeigen, wie weit studentische Projekte über eine Lehrveranstaltung hinauswirken können.

Die Studierenden beschäftigen sich bereits während ihres Studiums mit Fragen, die aktuell in Wirtschaft, Technologie und Gesellschaft diskutiert werden. Ihre Entwürfe geben Impulse für einen größeren Diskurs und zeigen, welche Perspektiven Design in die Entwicklung neuer Technologien einbringen kann.

Die öffentliche Resonanz ist zugleich eine besondere Anerkennung für die Studierenden und ihre Arbeit.


Design studieren heißt, Zukunft mitzugestalten

Design ist heute weit mehr als die Gestaltung schöner Produkte. Designerinnen und Designer arbeiten zunehmend an den Schnittstellen zwischen Mensch, Technologie und Gesellschaft.

Im Bachelorstudiengang Prozess- und Produktdesign lernen Studierende deshalb nicht nur klassische Methoden des Produktdesigns und der Produktentwicklung kennen. Sie setzen sich auch mit neuen Technologien auseinander, entwickeln Zukunftsszenarien und reflektieren die Verantwortung von Gestaltung.

Projekte wie „Designing pib“ machen diese Haltung konkret. Studierende arbeiten an realen Zukunftsfragen, entwickeln eigene Positionen und bringen ihre Ideen in einen Diskurs ein, der weit über die Hochschule hinausreicht.

Denn die entscheidende Frage ist vielleicht nicht, ob humanoide Roboter Teil unseres Alltags werden, sondern wie wir das Zusammenleben mit ihnen gestalten wollen.

Und genau hier beginnt Design.
 

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