Wie man lehrt, ohne zu belehren
Text: Prof. Dr. Kathrin Rothenberg-Elder
Das Buch von Arnold ist großartig und ich hätte es gerne früher gefunden. Arnold, Trainer und Berater für systemische Pädagogik, beschreibt schön dezidiert, wie man gute Lehre ‚macht‘ und wie wichtig es ist, immer wieder Studierende zum Selbstlernen zu bringen: „Lehren kann nämlich das Lernen – paradoxerweise – behindern, indem eine überwiegend frontalunterrichtliche Wissensmast oder eine ausschließliche Inhaltsorientierung die Aktivität der Lernenden einschränkt und ihnen hilfslose Rituale der Präsentation aufnötigt.“ (Arnold, 2024, p. 31)
Er beschreibt klug und lernfreundlich in hilfreichen Checklisten, wie es uns gelingen kann, von der traditionellen Linearität des Lernens in ein vernetztes, eher zirkuläres gemeinsames Lernen zu kommen – ein Argument, warum das Prinzip der Co-Konstruktion gerade in unseren Lehr-Lern-Formaten inspirieren kann. Das kann für Kolleginnen und Kollegen noch einmal ein Hinweis darauf sein, inwiefern das inspirierende Werk von Rolf Arnold für die Erwachsenenbildung anschlussfähig ist. Ein Buch für Lehrende und Lernende.
Arnold, R. (2024). Wie man lehrt, ohne zu belehren: 29 Regeln für eine kluge Lehre – Das LENA-Modell (6. Auflage). Carl-Auer Verlag, 24,95€
Droemer: Arnold, 2024, Wie man lehrt, ohne zu belehren