Rezension: Einhändig kochen als Selbsterfahrung

Text: Prof. Dr. phil. Carsten Rensinghoff 

Einhändig kochen: Vielleicht hat das die eine oder der andere Lesende schon ein oder mehrere Male unbewusst oder bewusst getan, z. B. mit dem Baby auf dem Arm. Irgendwann ist diese Situation aber vorbei. Das Baby, das Kind, braucht oder möchte nicht mehr auf dem Arm der Mutter oder des Vaters den Kochvorgang verfolgen. So war es sicher auch bei Nick Tschirner, als er sich von seiner Mutter Martina ablöste. 

Nach einem schweren Verkehrsunfall jedoch muss Nick nun lebenslang einhändig kochen. Durch den Unfall ist seine rechte Körperhälfte gelähmt und er nutzt für alle Tätigkeiten die linke Hand. Als Hobbykoch hat Nick zusammen mit Martina bisher drei „Einhänderkochbücher“ geschrieben, vom allgemeinen Kochbuch über ein saisonales Kochbuch bis hin zu einem Easy-Kochbuch, mit frischen, preisgünstigen Zutaten.

Alles in allem ist das Kochen mit einer Hand – und dann auch noch mit der nicht dominanten Hand – eine sehr gute Selbsterfahrungsübung, um sich in das Erleben von Menschen, die einhändig leben müssen sowie von Müttern oder Vätern hineinzuversetzen, die mit Kind auf dem Arm kochen müssen.

Quellen:
Tschirner, M. und N. (2014), Das Einhänderkochbuch - Das mache ich doch mit links! edition slow hand
Tschirner, M. und N. (2018), Das Einhänderkochbuch Zwei: Saisonal kochen, ernten, feiern – mit links!: Saisonal kochen, ernten, feiern - trotz Handicap, edition slow hand
Tschirner, M. und N. (2023), Easy Einhänderküche, edition slow hand


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