Social Design für den Meeresschutz
Online, 29. April 2026
Wie wird aus einem Online-Fernstudium ein Reallabor für gesellschaftliche Wirkung? Im neuen Social Design Projekt des Fachbereichs Gestaltung und Medien arbeiten Studierende der DIPLOMA Hochschule mit SALZWASSER e.V. zusammen. Der Verein engagiert sich für küstennahe marine Ökosysteme – darunter Seegraswiesen, Mangroven, Salzwiesen, Korallen und Algenwälder.
Beim digitalen Kick-off wurde schnell deutlich, warum das Thema Meeresschutz bei den Studierenden so viel Resonanz auslöste. Ann-Kathrin von SALZWASSER e.V. stellte den Verein mit sichtbarer Begeisterung vor: „Unser absoluter Fokus liegt auf dem Meer.“
Meeresschutz erlebbar machen
Besonders eindrucksvoll wurde es, als Ann-Kathrin von den Ozean-Erlebnis-Camps berichtete. Dort schnorcheln Kinder und Jugendliche, keschern im Seegras, arbeiten mit Unterwasserfotografie und setzen sich mit Plastik im Meer auseinander.
Das Ziel: junge Menschen für marine Lebensräume sensibilisieren – und sie dazu ermutigen, ihr Wissen weiterzugeben. Die Teilnehmenden sollen, so Ann-Kathrin, „als Multiplikator:innen nach Hause“ gehen.
Studierende fragen nach Wirkung, Werten und Umsetzung
Auch die Rückfragen der Studierenden zeigten, wie ernsthaft sie sich auf die Programmatik des Vereins einließen. Vanessa fragte nach Plattformen, Bildmaterial und Werten: „Was sind eure Werte?“ Marina wollte Zahlen, Daten und Fakten für Infografiken nutzen. Lea-Eline interessierte sich für „kleine Animationen, Illustrationen“ und gestalterische Freiheit. Nele fragte, wie die Ergebnisse später tatsächlich eingesetzt werden können.
Damit wurde bereits im Kick-off sichtbar: Das Projekt ist nicht nur eine gestalterische Aufgabe, sondern auch eine Auseinandersetzung mit Zielgruppen, Haltung, Wirkung und Verantwortung.
Zwei Kampagnenziele im Fokus
Im Projekt entstehen digitale Kampagnen für zwei zentrale Ziele:
Unternehmen sollen als Spender gewonnen werden.
Gleichzeitig sollen Menschen für Unterstützung oder Mitgliedschaft aktiviert werden.
Für SALZWASSER e.V. ist dabei entscheidend, eine klare und zugleich zugängliche Kommunikation zu entwickeln. Ann-Kathrin brachte es auf den Punkt: Der Verein möchte „nahbar sein“ – und zugleich „laut werden“.
Lernen an einem echten Projekt
Begleitet wird das Social Design Projekt von Laura Burchert und Daniel Meier, Lehrenden und Initiator:innen des Projekts. Daniel Meier betonte beim Kick-off den kollaborativen Ansatz: Es gehe nicht um eine „Ellenbogen-Dynamik“, sondern darum, gemeinsam „den Verein zu unterstützen“.
Laura Burchert fasste den Kern dieses Erlebnislernens zusammen: Die Studierenden arbeiten an einem echten Projekt, „wo wir auch wissen: Das hat Impact.“
Kommunikationsdesign mit gesellschaftlicher Relevanz
Das Projekt zeigt exemplarisch, was Gestaltung im Studium leisten kann: Sie macht Themen sichtbar, übersetzt komplexe Inhalte in verständliche Kommunikation und entwickelt Formate, die Menschen erreichen.
Für die Studierenden bedeutet das: Sie arbeiten nicht an einer fiktiven Aufgabenstellung, sondern an einer realen Herausforderung mit gesellschaftlicher Bedeutung. Genau darin liegt die Stärke des Social Design Ansatzes: Gestaltung wird zum Werkzeug für Dialog, Bewusstsein und Veränderung.
Meeresschutz zum Anfassen: Der SALZWASSER e.V. vermittelt Kindern und Jugendlichen ökologische Zusammenhänge dort, wo sie erlebbar werden – draußen, gemeinsam und nah am Wasser.
Vielfalt unter der Wasseroberfläche: Marine Ökosysteme sind Lebensräume voller Dynamik – und zentrale Themen der Kampagnenarbeit im Social Design Projekt.