Aus den Studienbereichen

„Real World Problems“ und echtes Design: So studiert man Informationsdesign an der DIPLOMA

Online, 02.04.2026

Im Modul Vermittlungsmethoden im Informationsdesign analysierten Studierende des Bachelor-Studiengangs Informationsdesign und Technische Redaktion (B. A.) an der DIPLOMA Hochschule digitale Produkte – aus der Perspektive echter Nutzer:innen, mit wissenschaftlicher Methodik. 

Dozent Dr. Frank Barth stellte dafür Alltagsszenarien bereit, die jeder kennt: das Eltern-Schulportal, das überfordert. Die Paket-App, die falsche Erwartungen weckt. Die Stadtwebsite, die im Stress versagt.

Ich möchte, dass Studierende verstehen: Hinter jedem Klick steckt ein Mensch mit einer Lebenssituation. Wenn wir eine Persona definieren und fragen, was diese Person vor, während und nach der Nutzung fühlt, dann betreiben wir Informationsdesign auf dem Niveau, das der Beruf heute verlangt.

Dr. Frank Barth

Exemplarische Ergebnisse aus dem Seminar

Schul-App-Usability: Jessica analysierte, wie das Eltern-Portal ClaXss Familien in einen digitalen Hürdenlauf zwingt – 14 Handlungsschritte für eine einzige Zahlung. Ihr Redesign-Konzept reduzierte das auf zwei. „Informationsdesign entscheidet, ob Menschen scheitern oder erfolgreich sind“, sagt Jessica. 

Wissenschaftliches Poster zum UX-Vergleich der Stadtwebsites Augsburg, Erfurt und Regensburg. Bewertet werden Effektivität, Effizienz und Nutzerzufriedenheit anhand der Persona Laura, Mutter mit Kinderwagen. Auswertungstabelle mit Gestaltungsprinzipien und QR-Codes zum Selbsttest.
Wer führt Laura am schnellsten zur Toilette? Matthias verglich drei Stadtwebsites – und zeigte, dass intuitives Design im Alltag über Erfolg und Frustration entscheidet.

Öffentliche Toiletten im Stadtzentrum finden: Matthias verglich die Websites von Augsburg, Erfurt und Regensburg – bewertet aus der Sicht einer Mutter mit Kinderwagen unter Zeitdruck. „Die Persona hat alles verändert. Ich habe aufgehört, die Website als Designer zu betrachten – und angefangen, sie zu benutzen“, so Matthias. 

Das eigentliche Problem ist kein technisches – es ist eine Informationsdesign-Entscheidung. Und eine schlechte.

Student Matthias

Was das für Dein Studium bedeutet

Im Informationsdesign-Studium arbeitest Du von Beginn an mit realen Nutzungskontexten, Personas und Gestaltungsprinzipien wie der DIN EN ISO 9241 – und verbindest dabei Analyse, visuelle Kommunikation und wissenschaftliches Arbeiten. Modul 8 im dritten Semester macht genau das greifbar: Du lernst nicht nur, wie man Informationen gestaltet – sondern warum es darauf ankommt.

Entstanden im Wintersemester 2025/26, Studiengruppe BID 1024 TZ V01, Modul 8: Vermittlungsmethoden im Informationsdesign, Dozent: Dr. Frank Barth.
 

Mehr Informationen zum Studiengang findes Du unter: Bachelor „Informationsdesign – Fachkommunikation für technische Produkte und Prozesse“ (B.A.)



Alle Hochschul-News

Mehr News aus Design & Medien

Digitaler Hürdenlauf für Eltern: Jessica untersuchte im 3. Semester, warum eine schulische Zahlung 14 Schritte erfordert – und wie Informationsdesign das ändern kann.

Digitaler Hürdenlauf für Eltern: Jessica untersuchte im 3. Semester, warum eine schulische Zahlung 14 Schritte erfordert – und wie Informationsdesign das ändern kann.

Wann kommt mein Paket wirklich? Mathias analysierte, wie irreführende Datumsangaben Vertrauen zerstören – und wie besseres Informationsdesign Planungssicherheit schafft.

Wann kommt mein Paket wirklich? Mathias analysierte, wie irreführende Datumsangaben Vertrauen zerstören – und wie besseres Informationsdesign Planungssicherheit schafft.

Staatliche Anerkennungen & Auszeichnungen

Akademisches Studienangebot des Jahres 2026
Top Fernhochschule 2026
Auszeichnung Fernstudium direkt
Auszeichnung von fernstudiumcheck.de: Top Fernhochschule 2025
Focus
ZFU
FIBAA
German Design Award 2020
Acquin
AQAS
AHPGS