Design im Fernstudium: D.SIGN Summit schafft Nähe
Hamburg, 6. Juni 2026
Wie fühlt sich ein Design-Fernstudium an, wenn Menschen, Materialien, Ideen und Gespräche an einem Ort zusammenkommen? Eine Antwort gab der D.SIGN Summit 2026 der DIPLOMA Hochschule vom 5. bis 7. Juni 2026 im Studienzentrum Hamburg.
Design-Fernstudium mit echten Begegnungen
Der Studienbereich Design & Medien der DIPLOMA Hochschule verbindet digitale Lernformate mit persönlicher Begleitung und ausgewählten Präsenzformaten. So entsteht ein flexibles Studium, das Raum für Selbststudium, Live-Online-Seminare, Projektarbeit, Feedback und gemeinsames Gestalten bietet: Gestaltung lebt von Wahrnehmung, Material, Resonanz und der Fähigkeit, Ideen sichtbar zu machen.
Fernstudium bedeutet für uns nicht Distanz, sondern bewusst gestaltete Nähe
Karina Michaelis, Dozentin und Wiss. Mitarbeiterin im Studienbereich Design & Medien und Kuratorin der Veranstaltung.
Selbstbewusst gestalten
Unter dem Motto „Selbstbewusst gestalten“ bot der D.SIGN Summit ein breites Workshopprogramm: von Typografie, Präsentation und Portfolioarbeit über Urban Sketching, Collage, Modellbau und Branding bis hin zu Resilienz, Entscheidungsfindung, Forschung und Networking.
13 Workshops
Der Ablaufplan zeigte die ganze Bandbreite des Studienbereichs: Andreas Maxbauer arbeitete mit Studierenden zu Networking und Präsentation, Magda Jarzabek zu Bleistiftzeichnung, Frottage und Collage, Marei Stade zu Modellbau und fotografischer Inszenierung, Anja Meiners zu typografischer Gestaltung im Speeddating, Giovanni Vindigni zu synästhetischem Branding, Uli Helmkamp zu Entscheidungsprozessen im Design, Niels Schröder zu Storytelling und Urban Sketching, Karina Michaelis zum Weg von der Praxis in die Wissenschaft und Andreas Lanig zu Resilienz aus theaterpädagogischer Perspektive.
Man kam sehr schnell ins Gespräch – über Projekte, über Unsicherheiten, über Ideen. Genau das fehlt manchmal, wenn man lange nur online arbeitet.
Franka, Studentin im Fachbereich
Von der Webcam-Kachel zum gemeinsamen Arbeiten
Die Bilder von Marcel Bouillon erzählen viel von dieser Atmosphäre: konzentrierte Gesichter im Seminarraum, Hände, die Material bearbeiten, Skizzenbücher im Stadtraum, kleine Gruppen im Austausch, Studierende in der Ausstellung. Es sind keine Hochglanzmotive, sondern Arbeitssituationen. Genau darin liegt ihre Stärke.
Im Designstudium ist Lernen oft ein leiser, tastender Prozess: ein Gespräch am Tisch, eine schnelle Skizze, ein Einwand, ein Blick auf ein Material, eine Entscheidung, die erst im Machen verständlich wird. Der Summit machte diese Prozesse sichtbar:
Für mich war besonders stark, wie schnell aus fremden Gesichtern eine Gruppe wurde.
Marei, Alumna und Workshopgeberin
Hamburg als offenes Designlabor
Der Samstag stand im Zeichen der Workshops im Studienzentrum Hamburg. Parallel laufende Angebote ermöglichten den Studierenden, ihr eigenes Programm zusammenzustellen. Dabei wurde deutlich, wie unterschiedlich die Interessen und Studienbiografien im Studienbereich sind: Manche suchten konkrete Werkzeuge für Projektarbeiten, andere wollten Präsentationssicherheit gewinnen, wieder andere nutzten den Summit als Einstieg in Netzwerke, Forschungsfragen oder berufliche Perspektiven.
Das Speeddating zur Typografie hat sehr gut gezeigt, wie viel Sicherheit entsteht, wenn man Gestaltung benennen und begründen kann“, sagt Anja, eine der Lehrenden.
Designpädagogik braucht Sinnlichkeit und Austausch
Der D.SIGN Summit ist mehr als ein zusätzliches Event. Er ist ein didaktisches Format, das eine zentrale Frage des Design-Fernstudiums beantwortet: Wie kann ein Studium flexibel und ortsunabhängig sein – und trotzdem sinnlich, sozial und praxisnah bleiben?
Die Antwort liegt nicht in einem Entweder-oder. Designpädagogik entsteht an vielen Touchpoints: im Selbststudium, in Online-Seminaren, in Feedbacksituationen, in Projektarbeiten, in Prüfungen, in digitalen Tools – und eben auch in Präsenz. Nicht alles muss vor Ort stattfinden. Aber manche Dinge lassen sich vor Ort besonders unmittelbar erfahren: Materialität, Körpersprache, Gruppendynamik, spontane Gespräche, gemeinsames Scheitern und Weiterarbeiten.
„Ich nehme aus Hamburg mit, dass Fernstudium nicht weniger Gemeinschaft bedeuten muss“, sagt Lena, Studentin im Bachelorstudium.
Exkursion ins Museum für Kunst und Gewerbe
Der Museumsbesuch zeigte, wie wichtig es ist, Gestaltung nicht nur als Methode oder Technik zu verstehen, sondern auch als kulturelle Praxis. Wer Design studiert, lernt nicht nur Formen, Interfaces, Produkte oder Medien zu entwickeln. Es geht immer auch um Haltung, Verantwortung und die Frage, welche Geschichten sichtbar werden – und welche nicht.
Alumni, Studierende und Lehrende auf Augenhöhe
Eine besondere Qualität des Wochenendes lag in der Mischung der Teilnehmenden. Studierende aus verschiedenen Studiengängen, Alumni und Lehrende kamen in wechselnden Rollen zusammen: als Lernende, Gastgeber:innen, Impulsgeber:innen, Fragende, Expert:innen.
Für den Fachbereich ist das enorm wertvoll“, sagt Karina Michaelis. „Hier begegnen sich Menschen, die sonst über das Semester verteilt an unterschiedlichen Orten und in unterschiedlichen Rhythmen studieren.
Sieben Studiengänge, ein gemeinsamer Fachbereich
Der Studienbereich Design & Medien der DIPLOMA Hochschule bündelt unterschiedliche Perspektiven auf Design: Kommunikationsdesign, UX-Design, Craft Design, Informationsdesign, Prozess- und Produktdesign, Digital Games Business sowie den Master Design & Leadership. Der D.SIGN Summit bringt diese unterschiedlichen Studienrichtungen in einem gemeinsamen Format zusammen.
Come as you are. Grow as you choose. Design it your way.
Gemeinsame Reflexion im Seminarraum: Der D.SIGN Summit verbindet Praxis, Feedback und Austausch im Design-Fernstudium.
Material in der Hand: Gestaltung wurde beim Summit nicht nur besprochen, sondern unmittelbar erprobt.
Skizzieren als Wahrnehmungsschulung: Urban Sketching machte Hamburg zum offenen Atelier.
Reflexion im Seminarraum: Der D.SIGN Summit verbindet Praxis, Feedback und Austausch im Design-Fernstudium.